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name: klotzkette/interne-untersuchung
source: https://app.decimal.ai/s/klotzkette-interne-untersuchung@1/SKILL.md
source_sha256: dacdb1967dd6
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# gemeinsames Framework für arbeitsrechtliche interne Untersuchungen vom Eingang einer Beschwerde bis zum abschließenden Memo — vertrauliches Untersuchungsprotokoll, Dokumentenverarbeitung mit Relevanzprüfung, Quellendeckungs-Tracking, Abfragen gegen das Protokoll, Memo-Entwurf und Zielgruppen-Zusammenfassungen


## Arbeitsweg

- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Tragende Normen verifizieren: die im Plugin-Kontext einschlägigen Normen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, eur-lex.europa.eu und die amtlichen Bundes-/Landesportale live prüfen — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

**Fokus:** gemeinsames Framework für arbeitsrechtliche interne Untersuchungen vom Eingang einer Beschwerde bis zum abschließenden Memo — vertrauliches Untersuchungsprotokoll, Dokumentenverarbeitung mit Relevanzprüfung, Quellendeckungs-Tracking, Abfragen gegen das Protokoll, Memo-Entwurf und Zielgruppen-Zusammenfassungen. Als Untersuchungsrahmen für Eröffnung, Ergänzung, Aktenabfrage, Memo und Zielgruppen-Zusammenfassung nutzen.

### Interne Untersuchung — Referenz-Skill (Arbeitsrecht)

## Fachlicher Kern — Arbeitsrecht
- **Problemfokus dieses Skills:** Bleibe beim konkreten Titel `Interne Untersuchung — Referenz-Skill (Arbeitsrecht)` und löse die dort angelegte Fachfrage; arbeite mit konkreten Tatbestandsmerkmalen, Beweisfragen und dem unmittelbar benötigten Arbeitsprodukt. Routingfragen bleiben Hilfsmittel, wenn Frist, Zuständigkeit oder Verfahrensart offen sind.
- **Arbeitsmodus:** Zuerst Status, Zugang, Frist, Beteiligungsrechte, Sonderkündigungsschutz, Beweislast und prozessualen nächsten Schritt sichern; dann erst Materiellrecht vertiefen.
- **Outputpflicht:** Fristenblatt, Zugangsmatrix, Beweisangebot, Mandantenmail, Betriebsrats-/Gegnerbrief oder Klage-/Erwiderungsbaustein.
- **Fehlerbremse:** Tragende Normen/Entscheidungen live oder aus der Akte verifizieren; Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle. Keine BeckRS-, juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.

## Vertraulichkeit und Datenschutz

> **Vertraulichkeit.** Alle durch diese Skill erstellten Dateien — Protokolleinträge,
> Memo-Entwürfe, Zielgruppen-Zusammenfassungen, Dokumentennotizen — teilen den
> Vertraulichkeitsstatus der zugrundeliegenden Untersuchung. Eine Weitergabe über
> den autorisierten Kreis hinaus (an nicht beteiligte Dritte, HR ohne ausreichende
> Einschränkung, die Unternehmensseite ohne rechtliche Steuerung) kann den
> Schutzcharakter der Unterlagen gefährden. Alle Dateien dort aufbewahren, wo
> vertrauliche Unterlagen gelagert werden, und jede Weitergabe bewusst entscheiden.

**Paragraf 26 BDSG — Beschäftigtendatenschutz**: Die Verarbeitung personenbezogener
Beschäftigtendaten im Rahmen interner Untersuchungen ist nur zulässig, wenn
sie zur Aufdeckung von Straftaten oder schwerwiegenden Pflichtverletzungen
erforderlich ist und das schutzwürdige Interesse der betroffenen Arbeitnehmer
nicht überwiegt. Verhältnismäßigkeit ist bei jedem Schritt zu prüfen.

**Mitbestimmung Paragraf 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG**: Der Einsatz technischer
Überwachungseinrichtungen (z. B. E-Mail-Auswertung, IT-Forensik) unterliegt
dem Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats. Bevor Kommunikationsauswertungen
vorgenommen werden, ist die Zustimmung des Betriebsrats oder eine
Betriebsvereinbarung zur Unternehmensführung erforderlich.

**Detektivkosten**: Kosten für externe Ermittler sind nach der
BAG-Rechtsprechung nur unter engen Voraussetzungen als Schadensersatz
Rechtsprechung live prüfen: Keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über amtliche oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.

## Rechtlicher Rahmen

**Kernvorschriften:**

- Paragraf 26 BDSG: Datenverarbeitung für Zwecke des Beschäftigungsverhältnisses;
 Verarbeitung zur Aufdeckung von Straftaten; Verhältnismäßigkeit
- Art. 5, 6 DSGVO: Rechtmäßigkeit der Verarbeitung; berechtigtes Interesse
 als Verarbeitungsgrundlage
- Paragraf 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG: Mitbestimmung bei technischen
 Überwachungseinrichtungen
- Paragraf 32 BDSG a.F. / Paragraf 26 BDSG n.F.: Kontinuität der Rspr. zur
 Beschäftigtendatenverarbeitung
- Paragraf 611a BGB: Arbeitnehmereigenschaft; Mitwirkungspflichten im
 Arbeitsverhältnis
- Paragraf 241 Abs. 2 BGB: Nebenpflichten, insbesondere Auskunftspflicht des
 Arbeitnehmers im Rahmen des Arbeitsverhältnisses
- Paragrafen 626, 314 BGB: Außerordentliche Kündigung bei schwerwiegenden
 Pflichtverletzungen; Verdachtskündigung

**Leitentscheidungen:**

 Verdachtskündigung — Voraussetzungen: dringender Tatverdacht auf Basis
 objektiver Umstände, Verhältnismäßigkeit, vorherige Anhörung des
 Arbeitnehmers als zwingende Wirksamkeitsvoraussetzung
 Erstattungsfähigkeit von Detektivkosten — nur soweit konkrete Verdachtslage
 bei Beauftragung bestand und Verhältnismäßigkeit gewahrt ist
 Verwertungsverbot rechtswidrig erlangter Erkenntnisse — heimliche
 Videoüberwachung ohne Mitbestimmung des Betriebsrats; Beweisverwertungsverbot
 Anhörung vor Verdachtskündigung — inhaltliche Mindestanforderungen und
 Fehlerfolgen bei fehlerhafter Anhörung

- Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen zitieren. Literatur nur nutzen, wenn der Nutzer die Quelle bereitstellt oder ein lizenzierter Live-Zugriff sie verifiziert.

- Paragraf 626 BGB: Zwei-Wochen-Frist, Verdachtskündigung und Anhörung nur mit verifizierter BAG-Rechtsprechung oder Nutzerquelle vertiefen.
- Beschäftigtendatenschutz: Paragraf 26 BDSG, Art. 5 und 6 DSGVO; Fachliteratur nur mit Nutzerquelle oder verifiziertem Live-Zugriff.
- Paragraf 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG: Mitbestimmung bei technischen Überwachungseinrichtungen; Rechtsprechung nur frei verifiziert zitieren.
- AGG: Paragrafen 12, 15, 22 AGG anhand Gesetz, Nutzerquelle und frei verifizierter Rechtsprechung prüfen.

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## Modus 1: Neue Untersuchung eröffnen

Ausgelöst durch `/arbeitsrecht:untersuchung-eroeffnen` oder
"Untersuchung eröffnen" / "Untersuchung einleiten wegen".

### Schritt 1 — Sachverhaltserfassung

Frage folgende Punkte in einem einzigen Block ab:

> Zur Eröffnung des Untersuchungsprotokolls werden folgende Angaben benötigt:
>
> **Die Sache**
> - Was ist der Vorwurf oder die Besorgnis in eigenen Worten?
> - Wer ist Beschwerdeführer/in (oder welches Ereignis hat die Untersuchung
> ausgelöst — Beschwerde, Hinweis, Revision, Vorgesetztenwahrnehmung)?
> - Wer ist die beschuldigte oder in Frage stehende Person?
> - Welcher ungefähre Zeitraum soll untersucht werden?
> - Ist die Untersuchung anwaltsgeleitet? (Wenn ja: erhöhter Schutz
> der Arbeitsergebnisse. Wenn nein: Schutzstatus vor Beginn klären.)
>
> **Art der Untersuchung** (bestimmt die passende Quellencheckliste)
> - HR: Belästigung / Diskriminierung / Benachteiligung (AGG)
> - Finanzen: Spesenmanipulation / Beschaffungsunregelmäßigkeiten / Untreue
> - Führungskraft: Interessenkonflikt / unzulässige Beziehungen /
> Governance-Verstöße
> - Hinweisgeber: Vergeltung gegen geschützte Tätigkeit (Paragrafen 34, 36 HinSchG)
> - Sonstiges: kurz beschreiben
>
> **Vertretung und Betriebsrat**
> - Ist die beschuldigte Person, die beschwerdeführende Person oder ein
> erwarteter Zeuge durch einen Betriebsrat vertreten oder durch Tarifvertrag
> erfasst? (Wenn ja: Informationsrecht des Betriebsrats nach Paragraf 102 BetrVG
> bei etwaiger Kündigung beachten; kein eigenständiges Teilnahmerecht an
> Investigativgesprächen, aber Paragraf 82 Abs. 2 BetrVG: Arbeitnehmer darf
> Betriebsratsmitglied zur Besprechung über Beschwerde hinzuziehen)
> - Ist die Gesellschaft ein öffentlich-rechtlicher Arbeitgeber (Behörde,
> Hochschule, Staatsunternehmen)? (Wenn ja: Besonderheiten des öffentlichen
> Dienstrechts, ggf. Personalvertretungsgesetz statt BetrVG prüfen)

Wenn Betriebsratsteilnahme-Frage aufgeworfen wird: Paragraf 82 Abs. 2 BetrVG,
Paragraf 84 BetrVG (Beschwerderecht), Paragraf 85 BetrVG (Behandlung von Beschwerden)
recherchieren, bevor Gespräche geführt werden.

### Schritt 2 — Verzeichnis und Dateien anlegen

Erstelle folgende Dateien:

`investigation-[slug]/log.yaml`:

```yaml
### VERTRAULICH — INTERNE UNTERSUCHUNG — [Datum]
sache: "[Sachbezeichnung]"
sache_slug: "[slug]"
eroeffnet: "[ISO-Datum]"
anwaltsgeleitet: [true/false]
vorwurf: "[Sachverhaltsdarstellung in eigenen Worten]"
beschwerdefuehrer: "[Name/Funktion oder anonym]"
beschuldigter: "[Name/Funktion]"
tatverdachtszeitraum: "[ungefähre Daten]"
untersuchungsart: "[HR/Finanzen/Fuehrungskraft/Hinweisgeber/Sonstiges]"
status: offen
zuletzt_aktualisiert: "[ISO-Datum]"

fragen:
 - "[Frage 1 — aus dem Vorwurf abgeleitet, z. B. 'Liegt eine unzulässige
 Benachteiligung nach Paragraf 3 AGG vor?']"
 - "[Frage 2 falls zutreffend]"

eintraege: []

beweisluecken: []
```

`investigation-[slug]/quellen-checkliste.yaml`:
Wird aus der Untersuchungsart generiert — siehe Checklisten-Vorlagen unten.

`investigation-[slug]/dokumente-geprueft.yaml`:

```yaml
### VERTRAULICH — INTERNE UNTERSUCHUNG — [Datum]
sache: "[Sachbezeichnung]"
gesamt_geprueft: 0
gesamt_relevant: 0
zuletzt_aktualisiert: "[ISO-Datum]"
dokumente: []
```

### Schritt 3 — Quellencheckliste

Erstelle die passende Checkliste je nach Untersuchungsart und lege sie dem
Anwalt vor: "Passt diese Checkliste zu Ihrer Sache? Bitte melden Sie, welche
Punkte nicht anwendbar sind (werden als N/A markiert) und ob weitere
Quellen hinzukommen."

**HR-Untersuchung (Belästigung/Diskriminierung/Benachteiligung AGG):**
```yaml
quellen:
 - id: 1
 quelle: "Anhörung Beschwerdeführer/in"
 status: offen
 notizen: ""
 - id: 2
 quelle: "Anhörung Beschuldigte/r"
 status: offen
 notizen: ""
 - id: 3
 quelle: "Zeugenbefragungen — identifizieren aus Schilderungen beider Seiten"
 status: offen
 notizen: ""
 - id: 4
 quelle: "E-Mail-/Kommunikationsauswertung — Beteiligte, relevanter Zeitraum
 (Paragraf 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG beachten: Mitbestimmung Betriebsrat)"
 status: offen
 notizen: ""
 - id: 5
 quelle: "Personalakte Beschuldigte/r — Leistungsbeurteilungen, frühere
 Beschwerden, Disziplinarmaßnahmen"
 status: offen
 notizen: ""
 - id: 6
 quelle: "Frühere Beschwerden gegen Beschuldigte/n im HR-System"
 status: offen
 notizen: ""
 - id: 7
 quelle: "Vergleichspersonenanalyse — wie wurden ähnliche Fälle behandelt"
 status: offen
 notizen: ""
 - id: 8
 quelle: "Einschlägige Richtlinien — AGG-Richtlinie, Verhaltenskodex,
 Beschwerdeverfahren (Version zum Tatzeitpunkt)"
 status: offen
 notizen: ""
 - id: 9
 quelle: "Organigramm und Berichtslinien zum Tatzeitpunkt"
 status: offen
 notizen: ""
 - id: 10
 quelle: "Kalender / Terminvermerke — Besprechungen oder Ereignisse,
 die in Schilderungen erwähnt wurden"
 status: offen
 notizen: ""
 - id: 11
 quelle: "Dokumentation der Anhörungshinweise (Paragraf 82 Abs. 2 BetrVG /
 Hinweis auf Recht zur Hinzuziehung eines BR-Mitglieds)"
 status: offen
 notizen: ""
```

**Finanzuntersuchung:**
```yaml
quellen:
 - id: 1
 quelle: "Spesenabrechnungen — betroffene Person, relevanter Zeitraum"
 status: offen
 notizen: ""
 - id: 2
 quelle: "Genehmigungsunterlagen — wer hat Ausgaben oder Transaktionen
 genehmigt"
 status: offen
 notizen: ""
 - id: 3
 quelle: "Lieferanten-/Auftragnehmerakte — Verträge, Rechnungen, Zahlungsbelege"
 status: offen
 notizen: ""
 - id: 4
 quelle: "Finanzsystem-Auswertungen — Kreditoren, Hauptbuch, relevante Konten"
 status: offen
 notizen: ""
 - id: 5
 quelle: "E-Mail-/Kommunikationsauswertung — betroffene Person, Genehmiger,
 Gegenparteien (Paragraf 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG beachten)"
 status: offen
 notizen: ""
 - id: 6
 quelle: "Anhörung der betroffenen Person"
 status: offen
 notizen: ""
 - id: 7
 quelle: "Anhörung Genehmiger"
 status: offen
 notizen: ""
 - id: 8
 quelle: "Anhörung Lieferanten / Auftragnehmer (soweit zugänglich)"
 status: offen
 notizen: ""
 - id: 9
 quelle: "Audit-Logs — Systemzugriffe für relevante Konten/Systeme"
 status: offen
 notizen: ""
 - id: 10
 quelle: "Frühere Prüfungen oder Reviews für den relevanten Zeitraum"
 status: offen
 notizen: ""
```

**Untersuchung Führungskraft (Interessenkonflikt/Governance):**
```yaml
quellen:
 - id: 1
 quelle: "Anhörung betroffene Führungskraft"
 status: offen
 notizen: ""
 - id: 2
 quelle: "Aufsichtsrats-/Gesellschafterbeschlüsse — relevante Resolutionen,
 Protokolle, Genehmigungen"
 status: offen
 notizen: ""
 - id: 3
 quelle: "Anstellungsvertrag und Änderungen / Nachträge"
 status: offen
 notizen: ""
 - id: 4
 quelle: "Beteiligungsunterlagen — Optionen, Übertragungen, Unverfallbarkeit"
 status: offen
 notizen: ""
 - id: 5
 quelle: "Spesenabrechnungen und Genehmigungsunterlagen"
 status: offen
 notizen: ""
 - id: 6
 quelle: "E-Mail-/Kommunikationsauswertung — betroffene Person, relevante
 Gegenparteien (Paragraf 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG beachten)"
 status: offen
 notizen: ""
 - id: 7
 quelle: "Interessenkonflikt-Erklärungen (oder Fehlen davon)"
 status: offen
 notizen: ""
 - id: 8
 quelle: "Unterlagen zu Nebentätigkeiten"
 status: offen
 notizen: ""
 - id: 9
 quelle: "Zeugenbefragungen — direkte Mitarbeiter, Kollegen, AR-Mitglieder"
 status: offen
 notizen: ""
 - id: 10
 quelle: "Frühere Beschwerden oder Hinweise auf betroffene Person"
 status: offen
 notizen: ""
```

**Hinweisgeberuntersuchung (HinSchG / Retaliation):**
```yaml
quellen:
 - id: 1
 quelle: "Anhörung hinweisgebende Person"
 status: offen
 notizen: ""
 - id: 2
 quelle: "Ursprüngliche Meldung oder Hinweis — schriftlich, soweit vorhanden"
 status: offen
 notizen: ""
 - id: 3
 quelle: "Unterlagen zum gemeldeten Sachverhalt (der eigentliche Hinweis)"
 status: offen
 notizen: ""
 - id: 4
 quelle: "Unterlagen zu nachteiligen Maßnahmen gegenüber hinweisgebender
 Person nach der Meldung (Paragrafen 36, 37 HinSchG)"
 status: offen
 notizen: ""
 - id: 5
 quelle: "Anhörung Entscheidungsträger der nachteiligen Maßnahme"
 status: offen
 notizen: ""
 - id: 6
 quelle: "Vergleichspersonenanalyse — Behandlung vergleichbarer Personen
 ohne Meldetätigkeit"
 status: offen
 notizen: ""
 - id: 7
 quelle: "E-Mail-/Kommunikationsauswertung — Entscheidungsträger,
 relevanter Zeitraum"
 status: offen
 notizen: ""
 - id: 8
 quelle: "Zeitliche Nähe: Meldetätigkeit zu nachteiliger Maßnahme
 (Paragraf 36 Abs. 2 HinSchG: Beweislastumkehr)"
 status: offen
 notizen: ""
 - id: 9
 quelle: "Anhörung Beschuldigte/r / Entscheidungsträger"
 status: offen
 notizen: ""
```

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## Modus 2: Daten hinzufügen

Ausgelöst durch `/arbeitsrecht:untersuchung-ergänzen`.

### Schritt 1 — Sache identifizieren

Falls mehrere Untersuchungsordner existieren: Frage, zu welcher Sache die
Daten gehören. Bei nur einer Sache: direkt fortfahren.

### Schritt 2 — Datenart identifizieren

Frage (sofern nicht aus dem Kontext klar):
- Befragungsnotizen (von wem?)
- Dokumentenpaket (E-Mails, Akten, Dateien)
- Anwaltsnotizen oder Beobachtungen
- Bestätigung eines Anhörungshinweises

**Paragraf 26 BDSG-Verhältnismäßigkeitsprüfung**: Bei Dokumentenpaketen stets prüfen,
ob die Verarbeitung der enthaltenen Beschäftigtendaten zur Aufklärung des
Vorwurfs erforderlich und verhältnismäßig ist.

### Schritt 3 — Auswahlkriterien für Dokumente

Für jedes Dokumentenpaket gelten folgende Auswahlkriterien. Ein Dokument
wird markiert, wenn es mindestens eines erfüllt. Die Kriterien sind bewusst
etwas weit gefasst — ein False Positive ist besser als ein übersehener
relevanter Fund.

**Auswahlkriterien:**
1. Enthält den Namen einer Untersuchungsbeteiligten (Beschwerdeführer/in,
 Beschuldigte/r, benannte Zeugen)
2. Wurde von einer Beteiligten verfasst oder empfangen und datiert auf den
 relevanten Tatzeitraum
3. Enthält Schlüsselwörter zum Vorwurfstyp (aus der Sachverhaltserfassung
 und aus früheren Protokolleinträgen — Stichwortliste laufend ergänzen)
4. Enthält explizite oder implizite Selbstbelastungen (z. B. "das hätte ich
 nicht tun sollen", "ich weiß, wie das aussieht", "schreib das nicht auf",
 "lösch das")
5. Enthält Aussagen, die einem bereits protokollierten Zeugenbericht
 widersprechen — Widerspruch und den betroffenen Protokolleintrag benennen
6. Enthält sprach- oder inhaltlich sensibles Material: diskriminierende
 Ausdrücke, Drohungen, Bezugnahmen auf geschützte Merkmale (Paragraf 1 AGG),
 Unregelmäßigkeiten, die dem Vorwurfsmuster entsprechen
7. Ist ein Dokumententyp, der in früheren Schilderungen erwähnt, aber noch
 nicht im Dokumentensatz aufgetaucht ist → als Beweislücke protokollieren,
 nicht als Treffer

**Disposition für jedes geprüfte Dokument:**
- `relevant`: erfüllt eines oder mehrere Auswahlkriterien — als Protokolleintrag hinzufügen
- `geprueft-nicht-relevant`: geprüft, kein Auswahlkriterium erfüllt —
 in dokumente-geprueft.yaml mit einem Satz beschreiben

**Nach Bearbeitung eines Dokumentenpakets melden:**

```
Dokumentenprüfung abgeschlossen.
Geprüft: [N] Dokumente
Relevant: [N]
Geprüft / nicht relevant: [N]
Neue Beweislücken: [N]

Relevante Dokumente:
[Liste mit einem Satz Beschreibung und dem Auswahlkriterium, das angesprungen ist]
```

### Schritt 4 — Protokolleinträge schreiben

Für jeden relevanten Fund, Anhang an log.yaml:

```yaml
- eintrag_id: [fortlaufend]
 eintrag_typ: [befragung / dokument / anwaltsnotiz / beweislücke]
 ereignis_datum: "[Datum des Ereignisses — nicht das Protokolldatum]"
 protokoll_datum: "[ISO-Datetime]"
 quelle: "[Name/Funktion der befragten Person oder Dokumentenbeschreibung]"
 quellen_typ: [beschwerdefuehrer / beschuldigter / zeuge / dokument / anwaltsnotiz]
 fragen: ["[welcher Untersuchungsfrage/-n ist dieser Eintrag zuzuordnen]"]
 bedeutung: [hoch / mittel / hintergrund]
 zusammenfassung: "[was dieser Eintrag zum Erkenntnisstand beiträgt — 2–5 Sätze]"
 zitat: "[wörtliches Zitat wenn bedeutsam — sonst leer]"
 widerspricht_eintrag: [eintrag_id oder null]
 bestaetigt_eintrag: [eintrag_id oder null]
 glaubwuerdigkeitsnotiz: ""
 auswahlkriterium: "[welches Kriterium hat angesprochen — für Dokumente]"
 vertraulich: arbeitsrechtlich-intern
```

Für Beweislücken:

```yaml
- luecke_id: [fortlaufend]
 beschreibung: "[welches Dokument/welche Quelle sollte existieren, fehlt aber]"
 identifiziert_aus: "[welcher Protokolleintrag oder Bericht hat darauf hingewiesen]"
 beschaffungsweg: "[wo es zu bekommen wäre]"
 prioritaet: [hoch / mittel / gering]
 status: offen
```

---

## Modus 3: Protokoll abfragen

Ausgelöst durch `/arbeitsrecht:untersuchung-abfrage`.

Gesamtes Protokoll lesen vor der Antwort. Antworttypen:

**Sachverhaltsabfrage** ("Was hat [Person] zu [Thema] gesagt?"):
Aus den Protokolleinträgen antworten, Eintrags-IDs zitieren. Falls das
Protokoll nichts enthält: "Zu [Thema] liegen in diesem Untersuchungsprotokoll
([N] Einträge gesichtet) keine Erkenntnisse vor. Dies sollte ggf. als
Beweislücke erfasst werden."

**Widerspruchsabfrage** ("Wo widersprechen sich die Schilderungen?"):
Alle widerspricht_eintrag-Verknüpfungen zeigen. Pro Widerspruch: Was ist
der Konflikt, welche Einträge stehen im Widerspruch, welche dokumentarische
Evidenz besteht?

**Deckungsabfrage** ("Was fehlt noch?" / "Wo haben wir Lücken?"):
quellen-checkliste.yaml und beweislücken im log.yaml auslesen. Melden:
- Noch offene Checklistenpunkte
- Protokollierte Beweislücken
- Schilderungen, die auf bisher nicht erhobene Quellen hinweisen

**Stärkeabfrage** ("Was ist die stärkste Evidenz zu jeder Frage?"):
Für jede Untersuchungsfrage: höchstbewertete Protokolleinträge, dokumentarische
Bestätigungen und ungelöste Widersprüche — frageweise strukturiert.

---

## Modus 4: Memo entwerfen oder aktualisieren

Ausgelöst durch `/arbeitsrecht:untersuchungs-memo`.

### Erstmalige Erstellung

Gesamtes Protokoll lesen. Vor dem Entwurf prüfen (Warnung falls nicht erfüllt):
- Mindestens ein Eintrag pro offener Untersuchungsfrage
- Einträge für Beschwerdeführer/in und Beschuldigte/n vorhanden
- Quellencheckliste geprüft (hochprioritäre offene Punkte flaggen)

Memo in folgender Struktur:

```markdown
VERTRAULICH — INTERNE UNTERSUCHUNG — [Datum]

---

**VERMERK**

An: [Anwalt eintragen]
Von: [Anwalt eintragen]
Datum: [Datum]
Betr.: Interne Untersuchung — [Sachbezeichnung]
Stand: VORENTWURF

---

## Zusammenfassung

[2–3 Abschnitte: Vorwurf in eigenen Worten, Untersuchungsumfang und
Methodenüberblick, wesentliche Ergebnisse in Stichpunkten (Bestätigt /
Nicht bestätigt / Unklar), empfohlene Maßnahmen. Wird zuletzt geschrieben,
erscheint zuerst.]

---

## Hintergrund und Untersuchungsumfang

**Auslöser:** [Was hat die Untersuchung ausgelöst]

**Untersuchte Vorwürfe:**
[Jede Frage aus dem Protokoll als nummerierter Vorwurf]

**Nicht Untersuchtes:** [Was ausdrücklich ausgeklammert wurde und warum]

**Zeitraum des vorgeworfenen Verhaltens:** [Daten]
**Untersuchungszeitraum:** [Datum Eröffnung] bis [aktuell oder Abschluss]

---

## Methodik

**Durchgeführte Anhörungen:**
| Person | Funktion | Datum | Hinweise |
|---|---|---|---|

**Gesichtete Dokumente:**
[Zusammenfassung nach Dokumentenkategorien, Umfang, Zeitraum.
Vollständiges Dokumentenprotokoll separat geführt.]

**Sonstige Quellen:**
[Richtlinien, Personalakten, sonstige Quellen aus der Checkliste]

**Einschränkungen:** [Angeforderte aber nicht erhaltene Quellen, sonstige Grenzen]

---

## Sachverhaltliche Feststellungen

*[Nach Fragen gegliedert — ein Abschnitt pro Vorwurf. Nicht nach Zeuge,
nicht rein chronologisch.]*

### Frage 1: [Vorwurf]

[Narrative Darstellung der Erkenntnislage. Eintrags-IDs in Klammern zitieren.
Wo Schilderungen im Widerspruch stehen: Widerspruch direkt benennen —
nicht glätten. Dokumentarische Belege mit Zitaten wenn bedeutsam.]

---

## Glaubwürdigkeitsbewertung

*[Eigenständiger Abschnitt. Nur Personen, deren Glaubwürdigkeit entscheidungserheblich
ist — d. h. wo das Ergebnis zu einer Frage davon abhängt, welche Schilderung
geglaubt wird.]*

### [Name/Funktion]

**Innere Konsistenz:** [Konsistent / Inkonsistent — konkrete Angaben]
**Bestätigung:** [Was an dokumentarischer oder sonstiger Evidenz stützt oder
erschüttert die Schilderung]
**Motiv:** [Anlass, die Schilderung zu kreditieren oder zu bezweifeln]
**Impression:** [Beobachtungen des Anwalts bei persönlicher Befragung —
sonst freilassen]
**Bewertung:** [Kreditieren / Nicht kreditieren / Teilweise kreditieren — mit Begründung]

---

## Einschlägige Regelungen

[Zum Tatzeitpunkt geltende Regelungen, die für die Fragen bedeutsam sind.
Version angeben. Keine nach dem Vorfall eingeführten Regelungen zitieren.]

---

## Ergebnisse

| Frage | Ergebnis | Grundlage |
|---|---|---|
| [Frage 1] | Bestätigt / Nicht bestätigt / Unklar | [Ein Satz] |

*Ergebnisse auf Basis des Beweismaßes der überwiegenden Wahrscheinlichkeit.*

---

## Empfehlungen

**Disziplinarische Maßnahmen:** [Falls zutreffend — Grundlage, nicht nur Ergebnis]
**Regelungs- oder Prozessänderungen:** [Falls ein Regelungsdefizit beigetragen hat]
**Schulungen:** [Falls angezeigt]
**Weitere Untersuchung:** [Noch nicht abgeschlossene Stränge]
**Monitoring:** [Erforderliche Nachverfolgung]

---

## Anlage A: Chronologie

[Aus Protokolleinträgen nach ereignis_datum sortiert — nicht nach protokoll_datum.
Format: Datum | Zusammenfassung | Quelle (Eintrags-ID)]

## Anlage B: Gesichtete Dokumente

[Übersichtstabelle aus dokumente-geprueft.yaml]
```

### Falls Memo bereits existiert — Aktualisierung

Memo und Protokoll lesen. Seit dem letzten Entwurf hinzugekommene Einträge
identifizieren.

Änderungen melden, dann fragen: "Soll das gesamte Memo überarbeitet werden
oder nur die betroffenen Abschnitte?"

Änderungen einarbeiten. Geänderte Abschnitte mit `[AKTUALISIERT: Datum]`
markieren bis zur Freigabe durch den Anwalt.

---

## Modus 5: Zielgruppen-Zusammenfassung

Ausgelöst durch `/arbeitsrecht:untersuchungs-zusammenfassung`.

Frage: Für wen ist die Zusammenfassung und welche Entscheidung oder Maßnahme
soll sie unterstützen?

**HR-Zusammenfassung** (für disziplinarische Entscheidung):
- Was ist passiert (Sachverhaltsdarstellung, keine Rechtsanalyse)
- Ergebnis zu jedem Vorwurf (Bestätigt / Nicht bestätigt / Unklar)
- Empfohlene Maßnahme
- Nicht enthalten: Glaubwürdigkeitsmethodik, Rechtsrisikoanalyse,
 anwaltliche Eindrücke
- Kopfzeile: "Vertraulich — Nur für HR — Keine Weitergabe"
- Keine Eintrags-IDs oder Dokumentenverweise

**Geschäftsführung / Aufsichtsrat** (für Governance-Entscheidung):
- Vorwurf und Umfang in einem Abschnitt
- Wesentliche Ergebnisse
- Unternehmensrelevanz / Expositionseinschätzung (nur grob — keine Detailrechtsanalyse)
- Ergriffene und geplante Maßnahmen
- Kopfzeile: "Vertraulich — Interne Untersuchung"

**Externe Bevollmächtigte** (für Prozessvorbereitung oder vertiefende Prüfung):
- Vollständiger Kontext einschließlich Rechtsrisikoanalyse
- Offene Beweisstränge
- Ungelöste Glaubwürdigkeitsfragen
- Dokumente mit erhöhter Prozeßrelevanz

---

## Was diese Skill nicht tut

- Disziplinarische Entscheidungen treffen — sie unterstützt die anwaltlichen
 Feststellungen, nicht die HR-Entscheidung
- Vertraulichkeitsschutz garantieren — Schutz hängt davon ab, wie die
 Untersuchung strukturiert und wie Materialien verteilt wurden
- Dokumente lesen, die technisch nicht verarbeitbar sind — solche Dateien
 für manuelle Prüfung flaggen
- Befragungen durchführen — Befragungsnotizen werden protokolliert,
 nicht selbst geführt
- Anhörungshinweise ersetzen — sie verfolgt, ob sie erteilt wurden,
 erteilt sie nicht selbst

## Quellenpflicht

Bei jeder Ausgabe zu Untersuchungsverfahren zitieren:
- Paragraf 26 BDSG (Beschäftigtendatenschutz, Verhältnismäßigkeit)
- Paragraf 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG (Mitbestimmung bei technischer Überwachung)
- Beschäftigtendatenschutz: Paragraf 26 BDSG, Art. 5 und 6 DSGVO; Fachliteratur nur mit Nutzerquelle oder verifiziertem Live-Zugriff.
- Paragraf 626 BGB: Zwei-Wochen-Frist, Verdachtskündigung und Anhörung nur mit verifizierter BAG-Rechtsprechung oder Nutzerquelle vertiefen.

Hinweis: Dieser Skill ersetzt keine anwaltliche Beratung im konkreten Einzelfall.

> Quellenregel: Entscheidungen nur nach Prüfung einer amtlichen oder frei zugänglichen Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage ausgeben.