Wenn es um Finanztransfergeschäft / Money Remittance nach ZAG in Bank-Rechtsabteilung geht: ordnet Sachverhalt, Norm, Beweislast, Gegenargumente und nächsten Schritt; liefert ein direkt nutzbares Arbeitsprodukt mit Prüfpunkten, Risiken und nächstem Schritt.
SkillScore64Maintained
Automatic
◆FinServ Compliance pack
Last verified 8/31/2026
What it changes
Passed 14 of 22 test cases with the skill, and 10 of 22 without it.
Without skill45%
With skill64%
Checks it passed that the model alone missed
Identifies the initial capital requirement as 125,000 Euros under Section 17 ZAG.
States that ongoing own funds must be calculated using Method A, B, or C under Section 17 ZAG.
States that the principal payment institution remains liable for agent actions under Section 25 ZAG.
and 2 more in the full report
4 fixed10 passed either way8 still failing0 broke
Pass-rate lift
+18 pp
Tokens
+60%
Agent turns
0%
Response time
+11%
Model gemini-3.6-flashMeasured 8/31/2026v114 of 22 cases passed with skill
Tokens, turns and time describe resource use, not a dollar price.
See it in action
One of 4 test cases the skill fixed. Same model, same prompt, with and without the skill.
1 of 4
Prompt
Ein Banking-Start-up möchte Girokonten für Privatkunden anbieten, bei denen Kunden Guthaben auf eigenen Zahlungskonten verwalten, Daueraufträge einrichten und Debitkarten nutzen. Erstellen Sie eine rechtliche Einordnung bezüglich Erlaubnis und Anfangskapital.
What was checked, without and with the skill
Checked
Without skill
With skill
Classifies the proposed service as payment business with payment accounts under Section 1 paragraph 1 sentence 2 number 3 ZAG.
Missed
Passed
Identifies the initial capital requirement as 125,000 Euros under Section 17 ZAG.
Missed
Passed
case-03 · gemini-3.6-flash · 8/31/2026 · answers are capped and redacted
What's inside
The instructions your model reads when the skill loads.
SKILL.md42 linessingle file
Finanztransfergeschäft / Money Remittance nach ZAG
Arbeitsweg
Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.
Worum es geht
Prüft das Finanztransfergeschäft nach § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 ZAG (Money Remittance): Weiterleitung von Geldbeträgen ohne Eröffnung eines Zahlungskontos. Er deckt Erlaubnisanforderungen, Geldwäscheprävention, FATF-Vorgaben und die Travel-Rule-Pflichten ab. Besonderheiten bei Bargeld, Krypto-Remittance und Agentennetzen werden adressiert.
Kernnormen
§ 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 ZAG – Finanztransfergeschäft: Dienst zur Übermittlung von Geldbeträgen; kein Zahlungskonto erforderlich; Ausführung der Transaktion über das Netz des Anbieters
§ 10 ZAG – Erlaubnispflicht; Anfangskapital nach § 17 ZAG: 20 TEUR (geringstes Anfangskapital aller Zahlungsdienste); Geschäftsplan, Sicherungskonzept, Organigramm
§ 17 ZAG – Anfangskapital 20 TEUR für Finanztransfer; laufende Eigenmittel Methode A, B oder C nach Zahlungsvolumen
§ 25 ZAG – Agenten: Registrierung, Haftung des Hauptinstituts, Schulungspflichten, AML-Einbindung; Eintrag im BaFin-Agenten-Register
GwG §§ 3–10 – KYC-Pflichten: Identifizierung ab 15 Euro Bargeldtransaktion (§ 10 Abs. 3 Nr. 2 GwG), vereinfachte Sorgfalt nicht anwendbar beim Finanztransfer
FATF Recommendation 16 (Travel Rule) – Pflicht zur Übermittlung von Auftraggeber- und Empfängerinformationen bei Überweisungen; Umsetzung in EU durch Geldtransfer-VO 2015/847 (ab 2024 MiCA-Erweiterung VO 2023/1113)
GwG § 43 – Verdachtsmeldepflicht bei Geldwäscheverdacht; FIU-Meldung; Durchführungsverbot vor FIU-Freigabe
Prüfschritte
Dienst-Klassifikation (§ 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 ZAG): Wird Geld weitergeleitet ohne eigenes Zahlungskonto des Empfängers? Bargeld-zu-Bargeld, Bargeld-zu-Konto, Online-Remittance?
KYC-Pflichten (GwG §§ 3–10): Identifizierung aller Auftraggeber; ab 1000 Euro erhöhte Sorgfalt; bei Bargeld-Einzahlung ab 15 Euro Identifizierungspflicht.
Travel Rule (Geldtransfer-VO 2015/847): Auftraggeber-Daten (Name, Konto/IBAN oder eindeutige Kennung, Adresse) mit jeder Überweisung übermitteln; Empfängerinstitut prüft Vollständigkeit.
Online-Remittance-Plattform (Bank-zu-Bank ohne eigenes Konto): § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 ZAG; Abgrenzung zu Zahlungsgeschäft Nr. 3 (Kundenkonto vorhanden = Nr. 3)
Krypto-Remittance (BTC-Überweisung als Geldwert): MiCAR VASP + VO 2023/1113 Travel Rule; ggf. ZAG-Erlaubnis parallel